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Ein weiterer perfekter Tag im Hotel „The Breakers, Diving & Surfing Lodge“

Ein Tag, der glücklich macht!

Ich stehe gegen 7:00 Uhr auf, der Morgen ist frisch und die Sonne scheint. What else? Es weht nur eine leichte Brise von Nordwest, eher selten für Soma Bay, was die Kiter ärgern wird. Duschen, rasieren, Zähne putzen und schnell in Bequemklamotten schlüpfen und auf zum Frühstück. Mein perfekter Tag beginnt mit Rührei, Toast, Butter, eine Scheibe Wurst (diesbezüglich ist die Vielfalt in Ägypten generell sehr überschaubar), Feigenmarmelade – wirklich lecker -, grünem Tee und Müsli mit frischen Obst und Jogurt. Meine Frau, Monika, bevorzugt Kaffee, Schwarzbrot, welches in großer Auswahl bereitliegt, Omelett und Käse. Danach folgt ein großes Glas Ingwertee mit frischer Minze und Honig, ein Muss gegen Erkältungen und Entzündung der Gelenke, den ich mir an der Theke im Restaurant selbst zubereite. Genüsslich schlürfen wir unseren Ingwertee, während wir die täglich neu erscheinenden News vom Breakers lesen. Wir informieren uns über die heutigen Veranstaltungen, das Wetter und die zu erwartende Windstärke (nur für Kiter von Interesse), was es zum happy meal gibt und was auf ägyptisch Danke und Bitte heißt! Meine Frau hat ein breites Grinsen im Gesicht, denn heute ist Freitag und Stefan lädt zum Cocktail mit Tanz. Oha, wird heute also länger.

Nun aber schnell auf die Sonnenliege. Es ist nach ägyptischer Zeit 8:00 Uhr (nach Breakerszeit bereits 9:00 Uhr) und so früh am Morgen verbrennt man sich weniger die Haut. Selbstverständlich haben wir uns vorher mit Sonnencreme-Lichtschutzfaktor 50 eingecremt, wollen ja nicht als verschrumpelte Trockenfrucht in Berlin landen.

Eine Stunde muss reichen, um sich den Astralkörper von der Sonne bescheinen zu lassen, also auf zum ersten Schnorchelgang des Tages!

Des Kaisers glitzernde Kleider!

Masken sind geputzt und danach wurden sie mit einem Tropfen Antibeschlaglösung von innen eingerieben. Nun drängeln wir uns beide in unseren Shorty und wundern uns immer wieder aufs Neue, dass die Neoprenanzüge während des Winters im Kleiderschrank anscheinend mächtig eingehen.

Nun noch die Flossen untern Arm und die Kamera gecheckt. Die Sonne malt Schattenstriche der Palmen auf den Sand. Hand in Hand schlendern wir gemütlich übern 420 Meter langen Steg direkt zum Korallenriff.

Wir entscheiden uns beide für die linke Seite (Blick zum Meer) des Außenriffs von Soma Bay. Bevor es losgeht, spülen wir noch unsere Masken aus, ziehen unsere Flossen an und nicht ganz unwichtig, stecken den Schnorchel in den Mund! Sollten Sie letzteres vergessen, so kommen Ihnen die Augen etwas entgegen, nachdem Ihre Lungen das Salzwasser als ungenießbar eingestuft haben. Nun aber rein ins Wasser. Unglaublich, faszinierend, einfach nur schön. Die Korallenbänke glitzern kurz unterhalb des Meerwassers im Sonnenlicht und die ersten Papageien- und Doktorfische schauen uns neugierig an. Ein Doktorfisch umkreist uns ein wenig aggressiv, zumindest unfreundlich, dabei wollen wir weder ihn noch seiner Brut etwas zu leide tun. Ein arabischer Kaiserfisch spiegelt sich im sonnendurchfluteten Wasser.

Foto Dr. Hager: Arabischer Kaiserfisch-Soma Bay

Wir schwimmen ca. 200 Meter vom Steg weg und halten uns parallel zum Strand. Ein wunderschöner Schwarm von gelben Masken-Falterfischen empfängt uns. Wir verweilen und benutzen ganz vorsichtig unsere Flossen als Antrieb. Hier und da ein Rotkopf-Falterfisch, einige Fähnchen-Falterfischen, ganz nah ein Picassodrücker. Zwei Riesen-Kugelfische kommen uns entgegen. Schnell die Kamera in Position gebracht und klick im Kasten.

Foto Dr. Hager: Riesen-Kugelfisch-Soma Bay

Mein Rendezvous mit Napoleon!

Ich schwimme zurück und mir stockt der Atem! Ein riesiger Napoleon-Fisch kommt direkt auf mich zu. Anmut, Staunen! Majestätisch gleitet er durchs Wasser, sicher ein Stück größer als sein berühmter Namensvetter. Ich halte die Luft an und bewege mich vorsichtig auf ihn zu, „mach Fotos“, schreit mich mein Großhirn an, aber ich verharre in Demut. Endorphine schießen durch meinen Kopf. Silence! Er sieht mich mit seinen großen Augen an, bin aber weder Beute noch Jäger für ihn. Langsam und bedächtig nimmt er Kurs auf die Korallenbänke, perfekt, die Kamera klickt. Gemeinsam schweben wir Seite an Seite alleine durchs Meer, vielleicht zweihundert Meter, dann hat seine Kaiserlichkeit genug und schwimmt ins offene Meer zurück. Wow!! Unvergesslich, unüberbietbar? Es war wahrlich nicht mein erster Schnorchelausflug, auch nicht mein hundertster, viel, viel öfter war ich schnorcheln, aber dieses Treffen gehört bis heute zu den Top 3.

Foto von Dr. Hager: Napoleon-Soma Bay

Egal, was noch kommt, der Tag ist schon jetzt perfekt! Nach dem ich allen die Fotos gezeigt habe, auch Fremden, die gar nicht darum baten, setzten wir unseren Brunch fort. Gemeinsam mit Stefan und seiner Familie trinken wir eine Flasche Sekt. Prost, auf Napoleon.

Heute gibt es leckere Wraps, gefüllt mit Hühnchenfleisch sowie Pommes und Cola Light. Wenn schon sündigen, dann richtig. Wir teilen uns das happy meal brüderlich, denn für jeden eine Portion würde unsere selbst gesetzte und eingeplante Gewichtszunahme, um einiges vervielfachen! Wir quittieren unser Mittagessen und lesen ein wenig im Kindel oder Smartphone. Praktisch, dass auch am Strand WLAN zur Verfügung steht, allerdings nur in unmittelbarer Nähe zur Roofbar.

Eleganz und Anmut: Rochen schweben durchs Wasser!

Unser zweiter Schnorchelausflug, so gegen 15:30 Uhr, führt uns diesmal in das Innenriff, auch Lagune genannt. Hier sind die Korallen zwar weitgehen tot, aber es gibt sehr seltene Fische zu beobachten. Zu unserer großen Freude liegt unter einem Korallenstock ein wunderschöner Blaupunktrochen. Ob er sich wegen unserer Anwesenheit erschrocken hat, kann ich mit Gewissheit nicht sagen, er schwimmt jedoch genau vor mir her. Und klar, Sie können es sich schon denken, klick und das Bild ist im Kasten! Königlich, wie so ein Rochen über die Korallen schwebt.

Foto Dr. Hager: Blaupunktrochen-Soma Bay

Vorsicht: Feuerstrahlen!

Beim Zurückschwimmen begegnen wir einem Strahlenfeuerfisch, dessen federartige Brustflossen wie Feuerstrahlen im flachein-dringenden Sonnenlicht funkeln. Beeindruckend schön und respekteinflößend zugleich verfolge ich diesen Jäger über die flache Korallenbank. Nun aber raus aus dem Wasser, denn um 17:00 Uhr ist Yoga-Time.

Foto Dr. Hager: Strahlenfeuerfisch-Soma Bay
Foto Dr. Hager: Feuerfisch-Soma Bay

Vergiss die Ungelenkheit Deines Körpers!

Yoga auf der Dachterrasse des Breakers im extra dafür geschaffenen Pavillon mit einem phantastischen Blick aufs Meer, ist ein „must have“! Suzan, unsere Yogalehrerin aus den USA, hat den wohl geilsten Arbeitsplatz ever. Suzen ist echt gut und ein Yogaprofi. Ich kann dies beurteilen, da ich selbst seit ca. 25 Jahren Hatha Yoga mache. Anderthalbstunden dauert unsere Yogasession mit Entspannung.

Foto Dr. Hager: Dachterrasse mit Yogapavillon, im Hintergrund liegt die Sauna -Soma Bay

Schnell noch in die Sauna? Ja, Sie haben richtig gelesen! Das Breakers hat gleich neben dem Yogapavillon eine Sauna mit eben diesem herrlichen Blick aufs Meer, was im Winter wirklich praktisch ist, wenn man aus dem kühlen Meer kommt. Ich nutze die Sauna, um Muskelkater vorzubeugen. Nun noch schnell duschen, eincremen und in Schale schmeißen. Die Freude auf unser Dinner ist gewaltig.

Bevor Sie sich auf Fleisch, Fisch oder Nudeln stürzen, probieren Sie zuerst von den köstlichen und berühmten Suppen des Breakers. Unglaublich lecker, so eine Ingwer-Möhren-Suppe, die ich übrigens selbst zu Hause nachkoche. Dann zum Hauptgang. Heute kocht Stefan selbst. Der Maestro kreiert seine scharfe, wenn auch überaus bekömmliche Pfanne „Hawaii“, worin er alles unterbringt, was er so in der Küche findet: Reis, Scampi, Hühnchen, Ananas sowie Unmengen von Gewürzen. Express yourself! Nachdem wir beide mit mehreren Gläsern Wasser unsere Geschmacksknospen wieder einigermaßen auf Vordermann gebracht haben, gönnen wir uns aus dem reichhaltigen Buffet noch die eine oder andere kleine Süßspeise. Geschafft! Die Rechnung schnell unterschrieben und ab ins Bettchen. Aber nein, nicht mit meinem Weiblein. Heute ist Freitag: Begrüßungscocktail mit Tanz! Wir machen also einen kurzen Verdauungsspaziergang und sitzen rechtzeitig an der Bar. Disco mit krasser Musik von einer kleinen Lifeband. Die Stimmung ist prächtig, die Cocktails lecker und so schwingen wir beide das Tanzbein. Meine Frau lächelt selig, schaut mich verliebt an – ja nach 30 Ehejahren immer noch glücklich – und der Abend endet perfekt.

? Tipp: Rezept der Carrots & Ginger Soup! 

Zutaten:

– Eineinhalb Bund Möhren/Karotten

– 1 mittelgroßes Stück Ingwer

– 3 Teelöffel mit Olivenöl

– 2 Gläser Gemüsebrühe

– 1 x Crème fraîche

– 1 Teelöffel Zucker

– 1 Bund Lauch mit Sellerie (Suppengemüse)

– 1 kleine Zwiebel

– Salz und Pfeffer

Zubereitung:

– Karotten, Sellerie Lauch und Zwiebeln klein schneiden bzw. würfeln

– Olivenöl in Topf geben und Zwiebeln, Karotten und Sellerie kurz anbraten, Zucker dazugeben

– Mit Gemüsebrühe ablöschen und auf kleiner Flamme ca. 30-45 Minuten kochen

– Inhalt pürieren und Crème fraîche unterrühren sowie mit Pfeffer und Salz würzen!

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  1. Ich glaube jetzt aber wirklich, etwas verpasst zu haben!! Klingt ungeheuer einladend und macht neugierig– welch‘ abenteuerlichen Geschenke dort zu entdecken sind-wow! Vielen Dank für’s teilhaben lassen- ein echter Genuss! Sehr spannend zu lesen!! Beste Grüße, Angelica Egerth

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