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Ein weiterer perfekter Tag im „Three Corners“

Meine Frau kommt spät abends im Three Conners Fayrouz Plaza ein wenig müde und zerschlagen aus Berlin über Hurghada kommend an. Ihren ersten Urlaubstag nutzen wir zum Relaxen und chillen ein wenig am Strand.

Heute ausgeruht und tatenfreudig starten wir bei strahlendem Sonnenschein unseren Tag mit einem ausgiebigen Frühstück gemütlich im Freien. Cappuccino, Rührei mit Tomate und Paprika, dazu Toast bilden die perfekte Ouvertüre, eine Schale Müsli mit Jogurt und Obst folgen, während kleine Croissants mit Feigenmarmelade den würdigen Abschluss bilden.

Unsere Schnorchelausrüstung, nebst Shorty und Sonnencreme sind schnell in den Rucksäcken verstaut und so schlendern wir gemütlich und völlig entspannt zum Beach mit dem vorgelagerten Korallenriff. Hurtig waren die Liegen ausgewählt, welche überreich vorhanden sind, die Handtücher akkurat drapiert und auf ging es zur Mubarak Bucht.

Die magische Atmosphäre der Marsa Mubarak!

Wir sind ein wenig spät dran, jedoch frohgemut, Schildkröte und Dugong weitgehend allein und ungestört beobachten zu können. Kaum im Wasser, kommt eine kleinere Meeresschildkröte direkt auf uns zu. Wir staunen nicht schlecht, als sichtbar wird, dass ihr eine Flosse weitgehend fehlt, ihr Auge verletzt und der Panzer noch Bissspuren eines Hais aufweist. Friedlich und völlig tiefenentspannt, als wären die Verletzungen das Normalste auf der Welt, frisst sich die Schildkröte den Bauch mit Seegras voll. Plötzlich taucht im Sichtfeld der Schnorchelmaske eine weitaus größere grüne Meeresschildkröte auf, die zwei Schiffshalter im Schlepptau hat. Elegant gleitend, schwimmt sie durch das klare Wasser, um sich ein wenig später ebenfalls am Seegras gütlich zu tun.

Foto Dr. Hager: Meeresschildkröte mit Schiffshalter-Marsa Mubarak

Die Seegraswiesen der Mubarak Bucht scheinen die gleiche Anziehungskraft auf Meeresschildkröten und Dugongs auszuüben, wie die saftigen Blumenwiesen der südtiroler Alpen auf die heimischen Milchkühe. Die Minuten verfliegen sekundengleich beim Beobachten und Fotografieren der extravaganten und beeindruckenden Meeresbewohner.

Trunken vor Glück und happy schnorcheln wir gerade zum Strand zurück, als wir hinter uns mehrere Schlauchboote bemerken, die vollbeladen mit ca. 15 bis 20 Touristen vom Meer kommend, eilig auf die Meeresschildkröten zufahren. Oh my goodness!

Wie lange werden sich diese ohnehin selten zu beobachtenden Tiere noch in der Mubarak Bucht aufhalten, wenn sie beim Auftauchen von 10, 15 oder 20 strampelnden, sich schupsenden und kreischenden Menschen umringt werden? Betroffen und schweigend laufen wir zum Hotelstrand zurück. Verstehen Sie mich nicht falsch, liebe Leser und Leserinnen. Ich möchte nicht moralaposteln, schließlich ist mir bewusst, das jeder Tourist diese Meeres-bewohner mit eigenen Augen live sehen möchte, aber in so einer überfallartigen und erdrückenden Anzahl?

Foto Dr. Hager: Meeresschildkröte -Marsa Mubarak

Nach dem Lunch im Hotelrestaurant erholen wir uns beide während einer Ganzkörpermassage im klimatisierten und schön eingerichteten Spa, die wir tags zuvor am Strand gebucht hatten. Die ägyptischen Fachkräfte kneten unsere Verspannungen gekonnt und systematisch von Körperteil zu Körperteil hinfort. Traumhaft entspannend, zumal wir die Behandlung im zweitäglichen Abstand genüsslich wiederholen. Äußerst empfehlenswert!

Imperator! Kaiser! Oder doch beides?

Am Nachmittag zeige ich meiner Frau das Korallenriff des Hotels, welches sich direkt vis-a-vis am 800 Meter langen Sandstrand hinzieht und bequem über einen Holzsteg zu erreichen ist. Plötzlich traue ich meinen Augen nicht! Ein Imperator-Kaiserfisch, selten zu bewundern.

Er leuchtet, wie mit Perlmutt überzogen. Wow, was für ein Tagesende!

Foto Dr. Hager: Imperator-Kaiserfisch -Marsa Mubarak
Foto Dr. Hager: Imperator-Kaiserfisch -Marsa Mubarak


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